Webdesign von Personaldienstleistern? Kostenloses Joomla-Template „Jobmotor“

Joomla Template Jobmotor

Joomla Template Jobmotor: http://www.ec-zeitarbeit.de/jobmotor-frei-zum-download/

In der Welt der Werbung wird so manches Mal nicht wirklich deutlich, wer für wen mit was wirbt. Aber getreu dem Grundsatz »Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen« kann gelegentlich ein Glücksgriff gelingen und werden quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. So geschehen bei dem Personaldienstleister MMAP in Aurich.

Harte Zeiten in Ostfriesland

Trotzdem sich die Konjunktur im Aufwind befindet und Frau Merkel zufrieden auf die aktuelle Entwicklung blicken darf, sind manche Gegenden in Deutschland durch Abwanderung und Strukturschwäche nach wie vor von einer Arbeitslosenquote im zweistelligen Bereich betroffen. Ostfriesland ist eine dieser Regionen, die außer durch Tourismus in den Sommermonaten und einigen Werften kaum nennenswerte Einnahmen zu verzeichnen hat. Arbeitsuchende und Arbeitsvermittler sehen sich also einem besonders harten Los gegenüber. Um hier Veränderung zu bewirken, muss man sich schon etwas einfallen lassen. Einen Jobmotor zum Beispiel, den man »Bobmotor« nennt.

Aufschwung durch Webdesign?

Die MMAP bietet nun auf ihrer Website unter www.ec-zeitarbeit.de/jobmotor-frei-zum-download kostenlos ein Joomla-Template an, das Arbeitsuchenden für ihre Bewerbungen nutzen können. Selbstverständlich freut man sich in der Auricher Personalvermittlung, wenn ein zarter Hinweis auf die Urheberschaft des Template nicht fehlt. Was aber darf man in der Praxis erwarten, wenn Personaldienstleister Webdesign betreiben? Und an wen genau richtet sich das freundliche Angebot?

Die Zielgruppe

Es liegt in der Natur des CMS, dass auch und gerade Menschen ohne besondere Web-Affinität diese erfolgreich bedienen können. Auf der Redaktionsseite. So auch bei Joomla. Anders hingegen steht es bei der Administration. Hier sind genaueste Kenntnisse erforderlich, müssen teilweise CMS-eigene »Sprachen« erlernt werden und sollten Benutzer durchaus ein wenig mehr wissen über die korrekte Anwendung der leistungsstarken Software. Kaum vorstellbar, dass ein ehemaliger Werftangestellter über dieses Spezialwissen verfügt. Die freundliche Einladung, sich das Template nach eigenen Wünschen umzustrukturieren, ist sicher in bester Absicht formuliert, doch wird sie auch auf fruchtbaren Boden fallen?

Mit dem Mut der Verzweiflung

Man muss es der MMAP zugutehalten, dass sie weder sich noch ihre Bewerber aufgibt. Kein Mittel wird außer Acht gelassen, um Menschen in Arbeit zu bringen. Dass dabei auch wohlwollend der Personaldienstleiter MMAP Erwähnung finden darf, muss diesem nicht zum Nachteil gereichen: Wer nicht wirbt, der stirbt. Ob es sinnvoll ist, sich weit über den eigenen Kompetenzbereich hinaus dienstbar zu machen, ist ein offener Punkt. Immerhin ist Personalvermittlung ein Kenntnisgebiet, Webdesign ein anderes. Wenn beides unter einem Dach vereint werden kann: Glückwunsch. Zu erwarten ist allerdings eher, dass Bewerber bessere Chancen erhalten, wenn sie sich direkt unter www.mm-ap.de mit dem Dienstleister in Verbindung setzen. Es sei denn, sie haben in einem ihrer hoffentlich zahlreichen Weiterbildungskurse der Arbeitsagentur gelernt, ein so mächtiges Tool wie Joomla zu bedienen, anstatt sich zu versuchen auf Gebieten, in denen Ahnung, Vermutung und Halbwissen noch die besten Ratgeber zu sein scheinen. Kunst kommt immerhin von Können.

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